Heute vor 125 Jahren

von LePenseur
 
 
... wurde ein gewisser Fulgencio Batista y Zaldívar in der Stadt Banes im Osten Kubas geboren. Gestorben ist er allerdings nicht in seiner Heimat, sondern am  6. August 1973 in Marbella, in Spanien. Wikipedia vermerkt:
Von 1940 bis 1944 amtierte er als gewählter und von 1952 bis 1958 als diktatorisch regierender Staatspräsident Kubas. Er wurde 1958 im Rahmen der Kubanischen Revolution gestürzt.
Immerhin fünfzehn Jahre Pensionistenleben im Nobel-Badeort Marbella, weich gebetten auf 40 Mio. Dollar, die er bei seiner Flucht hatte mirgehen lassen: nun, es gibt schlimmere Schicksalsschläge, die einen treffen können! Der Wikipedia-Artikel über ihn liest sich spannend, die Rolle der USA in all den Jahren, die Batista teils als Strippenzieher hinter den Kulissen oder eben direkt an der Macht verbrachte, wird im Lexikonartikel dezent gestreift – ach, warum denn bloß nur gestreift ...?
 
1957 dürfte er in Deutschland gewesen sein, denn der Wikipedia-Artikel vermerkt unter "Auszeichnungen (Auswahl)" die Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, und sowas kriegen nur besuchende Staatsoberhäupter. Ob er auf der Flucht auch seine Orden mitnehmen konnte? Auf dem obigen Bild trägt er sichtlich eine andere Großkreuz-Dekoration, vermutlich die Präsidenten-Ausfertigung (mit Staatswappen auf dem Cordon) des entsprechenden kubanischen Ordens, denn was anderes gehört sich einfach nicht bei einem offiziellen Präsidentenporträt!
 
Wenn es nach Adolf Trumpler und seinem Unterläufel im US State Dept. geht, wird demnächst wieder ein kubanischer Präsident ins Exil flüchten müssen, wenn er das überhaupt schafft ... und selbst wenn, dann vermutlich nicht so unbehelligt wie seinerzeit Batista von Seiten Fidel Castros ... ...

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