von LePenseur
... nämlich King's Chapel, die älteste unitarische Gemeinde in den U.S.A., feierte Ostersonntag 2023 einen feierlichen Gottesdient: ein bemerkenswertes, geradezu einzigartiges Beispiel einer quasi "alt-ritualistischen Gemeinde" im insgesamt dezidiert "progressiven" Unitarismus, die (auch wenn man die rationalistischen, undogmatischen Lehren des Unitarismus nicht teilt) uns damit eine faszinierende Erfahrung vermitteln.
Der Zeit des Covid-Wahns geschuldet sind die zwar wirkungslosen, dafür optisch störenden Gesichtsmasken, die von einigen immer noch getragen wurden. Davon abgesehen: daß eine kleine Gemeinschaft von ein paar hundert Mitgliedern so etwas in dieser beeindruckenden, stilvollen Qualität "auf die Beine stellen" kann, grenzt an ein Wunder:
Und offen gesagt: ich habe Ostergottesdienste in Kathedralen miterlebt, die mich weitaus weniger beeindruckt und angesprochen haben, als dieser hier ...
F R O H E O S T E R N !
-----
P.S.: "altritualistisch" heißt natürlich nicht, daß dort in pontificalibus zelebriert und lateinisch gebetet wird, es ist ja letztlich eine – aber eben unitarische! – anglikanisch-protestantische Kirchengemeinde. Aber sie verwendet das Book of Common Prayer fast in der Originalversion (faktisch sind nur die trinitarischen Doxologien etc. ausgetauscht worden). Aber es erfreut mein Herz, wenn Lesungen nicht vor irgendeinem "Grünzeug" in Schlabberpulli und Jeans im Slang dahergekaut werden, sondern von korrekt mit Anzug und Krawatte bzw. Kirchgangs-Kostüm gekleideten, soligniert und präzise vortragenden Herren und Damen erklingen. Und die Psalmodie und die Hymnen – für einen Kirchenchor einer Kleingemeinde: Hut ab, sehr beachtlich!
Kommentare
Kommentar veröffentlichen