Warum kann Russland einen Waffenstillstand in der Ukraine nicht akzeptieren?

von Manfred Müller
 
 
Unter diesem Titel verfasste Stefano di Lorenzo (globalbridge) einen ausgewogen recherchierten Artikel zu einer Beendigung des Ukraine-Konflikts:

Bis zur Wahl Trumps im November 2024 lautete Russlands offizielle Position zum Krieg in der Ukraine, dass man zu Gesprächen mit der Ukraine und dem Westen bereit sei, während der Westen „jegliche Diplomatie ablehne“. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bekanntlich ein Präsidialdekret unterzeichnet, das Gespräche mit seinem russischen Amtskollegen untersagte.

Nach Trumps Amtseinführung im Januar 2025 wurden die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Russland wieder aufgenommen. Nun begannen die Unterstützer der Ukraine, sowohl in den USA als auch in Europa, zu protestieren, dass Trump die Ukraine verrate und dass die USA begonnen hätten, Russland in dem Konflikt zu begünstigen. Die Belege für diese Einschätzung erscheinen allerdings dürftig: Die USA unterstützten die Ukraine größtenteils weiterhin durch Geheimdienstinformationen über Ziele innerhalb Russlands und ermöglichten es Europa, über das PURL-Programm (Prioritised Ukraine Requirements List) amerikanische Waffen für die Ukraine zu kaufen.
Wenn man sich die Realität in der Geopolitik nur kurz vor Augen führt und keine Wolkenkuckucksheime baut, so gibt das Verhalten der politischen "Eliten" EUropas eigentlich nur zu fassungslosem Kopfschütteln Anlass. Selbst eine "Mini-Atommacht" wie Nordkorea wird von allen Gegnern (und das sind deutlich mehr als die Zahl seiner befreundeten Nationen!) mit Sammethandschuhen angefasst: weil man eben genau weiß, dass ein Staat mit Atomwaffen eine potenzielle Waffe höchst katastrophaler Auswirkung für den Angreifer in Händen hat.
 
Wie, man kann es nicht anders sagen, verblödet sind irgendwelche EU-Politiker, die davon faseln, dass die Ukraine Russland "besiegen" und die NATO ihr dabei helfen könne, indem sie in diesen Konflikt direkt als Kriegspartei einsteigt?! Denn wie großartig regime change per Bombenterror "funktioniert", konnte man ja im Iran jüngst beobachten. Was soll also dieser Schwachsinn aus EU- und NATO-Mund?! Glauben diese geistig Unbemittelten tatsächlich, dass es einen russischen Staatschef (sei es Putin oder ein anderer) geben kann, der gegenüber der EU/NATO einknickt und Russland zum Vasallenstaat politisch kastrieren, oder sogar filetieren lässt? Auf einen zweiten Gorbatschow oder Jelzin wird der Westen lange warten müssen, denn die Russen haben zwischen 1990 und 2000 sehr drastisch miterlebt, was es bedeutet, diesen Gaunern und Heuschrecken des "Wertewestens" in die Hände zu fallen.
 
Somit aber fällt das derzeitige Agieren der EU- und NATO-Kreise in die Kategorie "Selbstmord mit Anlauf"! 
 

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