Erst gings in die Kirche, dann kam die Runde durch die Altstadt oder beim Uwe, dann der Sonntagsbraten mit Sättigungsbeilagen, und dann gings zum Heringhaus, eine Kleinigkeit einkaufen oder nur quatschen und dann aufs Sofa. – Herr Heringhaus gehörte zum Sonntag wie der Tatort im Ersten.
Die Älteren erinnern sich.
Herr Laden hatte immer die besten Sachen auf Vinyl. Ein Kasten mit Pop und Rock, ein Kasten mit Klassik – und inzwischen aus der Mode gekommene Devotionalien: Rosenkränze, Kruzifixe, Heiligenbildchen, Papstbilder, Gebetsbücher, Schmuck und vor Weihnachten Krippen. Noch was: Der Fußboden knarrte schön.

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