von kennerderlage
Trita Parsi sprach mit Judge Napolitano zum Thema, was die USA in Bezug auf den Iran missverstehen ... und das ist, wie Dr. Parsi sehr plausibel derzulegen versteht, eine ganze Menge! Der Interviewgast von Judge Napolitano ist auch als Person sehr interessant: geboren in eine Familie, die dem Glauben Zarathustras folgt, also dem vor-islamischen Glauben der Perser, dessen Vater sowohl unter dem Schah wie auch unter Khomeini verfolgt und inhaftiert wurde, wuchs er ab seinem vierten Lebenjahr in Schweden auf und ist jetzt Vice President of The Quincy Institute for Responsible Statecraft, eines US-Thinktanks, der sich hinsichtlich der internationalen Politik und Beziehungen der USA zu anderen Staaten am Beispiel von John Quincy Adams orientiert. Da er sich gegen den derzeitigen Angriffskrieg der USA gegen den Iran offen aussprach, wurde ihm sofort das Etikett eines Lobbyisten der Islamischen Republik Iran verpasst, was angesichts seiner Herkunft und Religion ziemlich absurd ist. Jedenfalls eine lange und hochinformative Unterhaltung, die allerdings wegen Internetproblemen in zwei Teilen gehalten werden musste:
Zu den angesprochenen Fragen passt auch ein Zitat des iranischen Aussenministers Abbas Araghchi zu den geplanten Tarifen des Passierens der Straight of Hormuz:
"Egypt charges hundreds of thousands of dollars for every transit through the Suez Canal, with fees exceeding $1 million for large container ships and tankers. Turkey charges vessels passing through the Bosphorus Strait. Canada collects transit fees for the St. Lawrence Seaway. Panama charges hundreds of thousands of dollars per passage, with fees reaching up to $500,000 for large Neo-Panamax vessels. The United States also charges fees related to the St. Lawrence Seaway.Yet for decades, Iran has kept the Strait of Hormuz open to international shipping without charging transit fees, even while facing sanctions, isolation, and constant accusations, and is still portrayed as the problem.
So why is Iran condemned while other countries openly profit from controlling strategic waterways? If charging for access is considered normal elsewhere, why is Iran uniquely cast as the villain?"(Google translation)
Ägypten verlangt Hunderttausende Dollar für jede Durchfahrt durch den Suezkanal, wobei die Gebühren für große Containerschiffe und Tanker über eine Million Dollar betragen. Die Türkei erhebt Gebühren für Schiffe, die den Bosporus passieren. Kanada erhebt Transitgebühren für den Sankt-Lorenz-Seeweg. Panama verlangt Hunderttausende Dollar pro Passage, wobei die Gebühren für große Neo-Panamax-Schiffe bis zu 500.000 Dollar erreichen. Auch die Vereinigten Staaten erheben Gebühren im Zusammenhang mit dem Sankt-Lorenz-Seeweg.Doch seit Jahrzehnten hält der Iran die Straße von Hormus für die internationale Schifffahrt offen, ohne Transitgebühren zu erheben, trotz Sanktionen, Isolation und ständiger Anschuldigungen, und wird dennoch als Problem dargestellt.
Warum wird der Iran also verurteilt, während andere Länder offen von der Kontrolle strategischer Wasserstraßen profitieren? Wenn die Erhebung von Zugangsgebühren anderswo als normal gilt, warum wird einzig der Iran dann als Schurke dargestellt?
Warum eigentlich wirklich ...?
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