Im Jahre 1876, also vor 150 Jahren

von LePenseur
 
 
... setzte sich ein damals schon international wohlbekannter Komponist an den Schreibtisch, um sein zweites Violinkonzert zu schreiben, nachdem sein frühes, erstes bereits ein Welterfolg geworden war. Und 1877 ward es dann von niemandem Geringeren als Pablo Sarasate in London (unter dem Komponisten am Dirigentenpult) aus der Taufe gehoben ...
 
Genutzt hat es alles nichts! Das erste Violinkonzert wird bis heute ad nauseam gespielt, die beiden weiteren dagegen fast nie aufgeführt. Was den ebenso beneidens- wie bedauernswerten Komponisten beinahe zu einem "One-Hit-Wonder" machte, nicht ganz, zu seinem Glück, denn sein Kol Nidrei und die Schottische Phantasie hört man noch bisweilen. Der Musikkenner hat es sicher längst erraten: der fragliche Komponist ist niemand anderer als Max Bruch, dessen Musik dem Blogautor seit jeher ans Herz gewachsen ist und den ein wenig aus der Ecke seines "Ersten" zu holen, er schon öfters auf diesem Blog versucht hat.
 
Wie großangelegt auch sein "Zweites" ist, kann man in der meisterhaften Interpretation durch Jascha Heifetz aus dem Jahre 1954 ermessen:
 
 
Max Bruch: Konzert für Violine und Orchester No. 2 in d-moll, op. 44 
 
1. Adagio ma non troppo 00:00
2. Recitative: Allegro moderato 11:34 (attacca)  
3. Finale: Allegro molto 15:12 
 
Jascha Heifetz (Violine) spielt, begleitet vom RCA Victor Symphony Orchestra unter Izler Solomon 
(2 November 1954, Hollywood
 

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