„Jetzt sind sie halt weg“: Erzbischof Koch und die Kirche der politisch Richtigen

von LePenseur
 
 
Unter obigem Titel erschien am Freitag bei Philosophia perennis ein ebenso lesenswerter wie beklemmender Artikel von David Berger:
Der Berliner Erzbischof Heiner Koch nimmt ausdrücklich in Kauf, dass AfD-Wähler wegen der politischen Positionierung der Kirche ihre Gemeinden verlassen. Deutlicher lässt sich der inzwischen entstandene Graben zwischen dem deutschen Kirchensteuerklerikat und einem erheblichen Teil der einfachen Gläubigen kaum beschreiben. Die Botschaft lautet im Grunde: Wer politisch falsch wählt, dessen Verlust können wir verschmerzen. 
Nun hat LePenseur ja eine (wenigstens in allen Städten, in kleinen Landpfarren mag es vielleicht anders sein ...) einfach zu treffende Maßnahme als Vorschlag bereit: einfach
 
A U S T R E T E N ! 
 
Wenn den Kirchensteuerzecken das finanzielle Blut ausgetrocknet wird, werden sie umdenken. Nicht ehrlich. Nicht freiwillig. Aber sie werden als geborene Opportunisten, als die sich sich jetzt an Staatsgewalt und Medienmeute anschmiegen, dann — Not lehrt beten, selbst wenn es bloß die relative Not einer nicht mehr so großzügig steueralimentierten Bischofshofhaltung oder Pfarrei ist ... — auf einmal spirituelle Werte wie das Gebet zu schätzen lernen. Nicht ehrlich, nicht freiwillig, sondern heuchlerisch und aus Eigennutz. Aber egal: auch eine erzwungene Kurskorrektur ist eine!
 
Und diesen Berliner Kirchen-Heini, der als einer von viel zu vielen deutschen "synodalen" Köchen den Brei verdirbt, wie nennt man den? Darf man einen Bischof, gar Erzbischof (mit Aspiranz auf den roten Hut) bspw. als Idiot oder Arschloch bezeichnen? 
 
Auch wenn man's möchte: man darf es nicht, das ist ganz klar! Also tun wir das hier auch nicht. Sondern finden nur, daß die Narrenkappe, die er auf der Illustration des verlinkten Artikels trägt, ihm ausnehmend gut steht. Man könnte sich gar keine passendere Kopfbedeckung ausdenken für solche Leute!
 
David Berger hebt in seinem Artikel die Argumentation zusätzlich auf ein spirituelleres Niveau, indem er fragt:
Das Evangelium erzählt von einem Hirten, der neunundneunzig Schafe zurücklässt, um das eine verlorene zu suchen. Die moderne deutsche Kirchenverwaltung scheint dieses Gleichnis gelegent-lich umzuschreiben: Wenn das hundertste Schaf politisch verdächtig wählt, muss man eben das Risiko eingehen, dass es davonläuft. Man stelle sich nur vor, Christus hätte über Zöllner, Sünder und gesellschaftlich Verachtete gesagt: Wir müssen das Risiko eingehen, dass sie wegbleiben.
Exakt so reagierten damals die Pharisäer und Schriftgelehrten. Und heute eben die synodalen Weg-Geher, denen es piepegal ist, daß sie andere mit ihrem zeitgeistigen Opportunismus in den Weggang treiben und dieses Risiko einzugehen bereit sind.
 

Kommentare